Hintergrundwissen zu Ihrem Aufenthaltsort, oder Reiseziel:

 

In vielen frühen Perioden gibt es zwar Funde- die entsprechenden Siedlungen sind jedoch nicht aufgefunden- somit gibt es für Archäologen noch ein weites Betätigungsfeld. In der neueren Geschichte ist der Porzer Ablauf in einen größeren Zusammenhang gesetzt worden. Auch wurde die bewegte Geschichte mit Ihren Widersprüchen nicht ausgelassen.

Der Porzer Raum entsteht
Zunächst war die Gegend ein Tummelplatz für Fische und Meeresgetier, die ersten Porzer waren aquarischen Ursprungs!
Nachdem sich das Meer endgültig zurückgezogen hat und die Kölner Bucht schon bestand, war hier im Südteil der Bucht ein großer Süßwassersee. Große Sumpfwälder wurden zu Braunkohle, die sich auch im Porzer Untergrund befindet (glücklicherweise nicht abbauwürdig).
Gegen Ende der Braunkohlenzeit durchbrach der Rhein das Rheinische Schiefergebirge und floss in vielen Schlingen und Schleifen Richtung Meer. Noch gut zu erkennen ist ein altes Flussbett, welches von Bonn über Troisdorf, Linder Bruch, Urbach, Brücker Bruch, Merheimer Bruch zur Wuppermündung führt.


Erste Beweise menschlichen Lebens in Heumar
Ein bei Heumar gefundener altsteinzeitlicher Faustkeil ist der älteste Beweis menschlichen Lebens in unserem Stadtgebiet. Für die nomadische Jäger und Sammler war die damals sumpfige Niederterrasse ein ideales Jagdgebiet. Aus der jüngeren Altsteinzeit sind Lesefunde aus Westhoven und Porz, sowie eine Feuerstelle bei Altenrath, bekannt. In der Mittelsteinzeit (8000-5000 v. Chr.) wurden die warmen trockenen Sandböden der Wahner Heide und die Dünengebiete der Niederterrasse besiedelt, was von zahlreichen Funden belegt wird.
Im Neolithikum brachten die Bandkeramiker den Ackerbau und die Sesshaftigkeit in die Kölner Bucht (ab etwa 5500 v. Chr.). In Form der jüngeren Rössener Kultur (ab etwa 4500 v. Chr.) ist sie auch in Porz (Scherben in Westhoven) zu belegen. Die darauf folgende Michelsberger Kultur (ab etwa 3900 v. Chr.) benutzte schon Saatweizen (Fund einer Tonscherbe mit Abdruck eines Korns in Altenrath-Wäsche). Im folgenden entstand im Rheinland aus Einflüssen der Glockenbecherkultur (Westeuropa) und den Schnurkeramikern (Nord- und Mitteldeutschland), sowie aus Resten der Michelsberger Kultur die Rheinische Becherkultur (etwa 1600 v. Chr.). Um diese Zeit sind auch die ersten Grabhügel auf der Mitteltrasse zu finden.

Grabhügelfelder im Königsforst
Die ältere Bronzezeit ist leider verhältnismäßig schlecht dokumentiert. Erst am Ende der Bronzezeit setzt mit der Urnenfelderkultur eine dichte Besiedlung (900-400 v. Chr.) ein. Um diese Zeit - bis in die frühe Eisenzeit - entstehen die großen Grabhügelfelder auf der Mittelterrasse. Die dazugehörigen Siedlungen sind leider noch nicht bekannt. Erst im 1. Jahrhundert v. Chr. sind neben wenigen Gräbern auch Siedlungen bekannt. Bei Westhoven muss sich eine recht große Siedlung befunden haben, die noch bis zum ersten nachchristlichen Jahrhundert bestanden haben muss (man fand entsprechende römische Keramik).
Im Königsforst wurden neben weiteren Siedlungen auch Reste von Eisenschmelzöfen entdeckt. Das Rheinland war bekanntlich Heimat der Kelten, welche bereits sehr früh nicht nur Eisenverarbeitung kannten sondern auch eine hoch entwickelte Ackerkultur hervorbrachten- mit großen Erträgen, welche erst heute wieder erreicht werden. Es basieren die Funde im Porzer Gebiet eindeutig auf mittelrheinischer und damit letztendlich auf keltischer Tradition. Germanen der Sugambrern sollen sich in dieser Zeit oder später auch hier aufgehalten haben.


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Römische Grenz-Politik und fränkische Besiedlung
Zunächst sind, womöglich Aufgrund römischer Grenz-Politik, keine archäologischen Funde vorhanden. Erst im ausgehenden 1. Jahrhundert n. Chr. ist wieder eine einheimische Bevölkerung nachweisbar, deren Hinterlassenschaft (Scheuerbusch) jetzt zum großen nordwestdeutsch-mitteldeutschen Formenkreis germanischer Machart gehört. Mit den Einbrüchen der Franken in das römische Reich (ab 260 n. Chr.) hören die Belege wieder auf.
Bis zum sechsten Jahrhundert fehlt im Porzer Gebiet (wie fast im ganzen Bergischen) jede Spur einer Besiedlung. Die fränkische Kolonisation setzt vermutlich erst ab dem späten 6. Jahrhundert ein. Vom linksrheinischen her wurde zunächst die rechtsrheinische Niederterrasse besiedelt. Damals wurden - wohl erst in Gestalt von Einzelhöfen - die heutigen Dörfer/Stadtteile Langel, Zündorf, Lind und Grengel gegründet. Ebenfalls in die fränkische Zeit deuten die Namen Westhoven, Urbach, Elsdorf, Libur und Wahn Der Porzer Raum gehörte zum Deutzgau (wie der Auelgau ein Schutzgau gegen die vordringenden Sachsen) und wurde vermutlich zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert von Köln aus christianisiert. Die älteste Kirche im Porzer Stadtgebiet ist St.Michael Zündorf aus dem 11.Jahrhundert. Sie steht vermutlich auf älteren Fundamenten. Um die Zeit ist auch die erste schriftliche Erwähnung der ersten Höfe und Dörfer zu nennen (eine frühe Ausnahme bildet Langel mit einer schriftlichen Erwähnung um 965).

Die Grafen von Berg
Um 1150 brachten die Grafen von Berg den Deutzgau unter ihre Herrschaft. Verwaltungszentren für das bergische Territorium südlich der Wupper wurden Bensberg und Porz

Schöffensiegel

Das Hauptgericht in Porz
Im Jahre 1286 wird erstmals das Hauptgericht in Porz erwähnt, welches als übergeordnetes Gericht für alle Landgerichte südlich der Wupper zuständig ist. Das Schöffensiegel mit dem Porzer Wappen stammt aus dem Jahre 1438.
Durch eine große Verwaltungsreform im Jahre 1555 vergrößert sich der Gerichtsbezirk Porz beträchtlich.
Der Verwaltungsbezirk Porz bleibt bestehen und gleicht in etwa der späteren Stadt Porz.
Obwohl zwischen Berg und Köln selten Eintracht herrschte, lag das Porzer Gebiet ganz klar im Einzugsbereich der einzigen Großstadt des Mittelalters in Deutschland, im heiligen Köln.
Der Überschuss der landwirtschaftlichen Erzeugnisse wurde dort feilgeboten, auch Bauholz, Holzkohle und Kies wurden aus dem Porzer Gebiet in die Stadt geliefert. Große Bedeutung hatte der Zündorfer Hafen. Dort konnte man nämlich, in
Verbindung mit dem Landwege nach Mülheim, das Kölner Stapelrecht umgehen.


Krieg- Zeit des Niedergangs
Ende des 16. Jahrhunderts wurde der rheinische Wohlstand durch den Truchsesschen Krieg vernichtet. Als der letzte Herrscher von Berg, Herzog Johann Wilhelm I aus dem Hause Cleve, 1609 verstarb, hinterließ er keine Erben und löste damit den "Erbfolgestreit" zwischen dem Pfalzgrafen und Brandenburg aus. Zusammen mit dem, zwischen 1618-1648 tobende, dreißigjährige Kriege wurde das Land endgültig zerschlagen. Die Spanier, Hessen, Schweden und die Kaiserlichen gaben sich im heutigen rechtsrheinischen Köln praktisch die Klinke in die Hand und überboten sich gegenseitig im plündern und misshandeln.
Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Porzer Bevölkerung dann von den berüchtigten Franzosenjagden drangsaliert, als die Franzosen im "Pfälzischen Krieg", im "Spanischen Erbfolgekrieg" und vorher im "Holländischen Raubkrieg" über den Rhein kamen und das Bergische Land plünderten und niederbrannten.

Frieden - Bessere Zeiten
Im 18. Jahrhundert konnte sich die Bevölkerung langsam erholen. Neben der Bevölkerung konsolidierte sich auch die Herrschaft und die Kirche mehrere Herrensitze wurden aus- oder neu gebaut (Wahn, Leidenhausen, Zündorf). In Ensen, Langel und Libur wurden neue Kirchen gebaut.
Nun überzogen sich die Menschen nicht mit Katastrophen sondern es gab erwähnenswerte Naturkatastrophen:
- die große Hungerkatastrophe von 1770 und
- der verheerende Dammbruch bei Westhoven im Februar 1784 .

Die Franzosen im Rheinland
Im Jahre 1795 besetzten die französischen Revolutionstruppen das Rheinland, das Herzogtum Berg und damit auch das Botenamt Porz. Die Revolutionstruppen brachten republikanisches Recht in das noch halbfeudalistisch geregelte Deutschland. Es wurden Räuberbanden aktiv, in Porz und Umgebung trieb der "Fetzer" sein Unwesen. Die französische Besatzung führte große Verwaltungsreformen durch.
Das alte Amt Porz wurde zum Arrondissement (Kreis) Mülheim und das alte Botenamt Porz wurde in die Marien (Bürgermeistereien Heumar und Wahn aufgeteilt (das war so effektiv, das die neue Verwaltungsaufteilung auch nach 1815 beibehalten wurde).

Die Rheinprovinz und Porz wird preußisch
Mit dem Großherzogtum Niederrhein kamen auch die Bürgermeistereien Heumar und Wahn (die schon zusammen verwaltet wurden) in preußischen Besitz.
Schon 1817 erwarb die preußische Militärverwaltung Teile der Wahner Heide als Artillerieschießplatz.
Der Zündorfer Hafen von verlor an Bedeutung, da das Kölner Stapelrecht aufgehoben wurde.
Von der in der preußischen Rheinprovinz auch unter Bismarck starken Katholikenverfolgung liegen uns leider keine Zeugnisse aus Porz vor.
Ob die starken Arbeitervereine Kölns des 19. Jahrhunderts auch in Porz wirkten ist ebenfalls unbekannt, Tatsache ist, dass die preußische „Besatzung“ in Köln den ersten Kommunistenprozess der Welt durchführen ließ und im ganzen Rheinland Arbeitervereine streng niederhielt und bespitzelte. 1848 kam es in Köln zum Barrikadenbau. Karl Marx und Friedrich Engels (beide in der Rheinprovinz geboren) nutzten die Freiräume dieser Zeit und brachten die „Rheinische Zeitung“ heraus- auch bürgerliche entwickelten langsam eine republikanische Kultur, welche sich dann jedoch schnell nach dem preußischem Fähnchen drehte.
Zur Zeit der Pariser Kommune demonstrierten viele tausend Arbeiter aus Solidarität mit den Pariser Aufständischen. Während der preußische Kriegsherr Moltke die alte französische Elite bei der Niederschlagung der Kommune unterstützte. In Mühlheim wurden aufständische Arbeiter mit der blutig niedergeschlagen. Aufkeimender Rheinischer Separatismus wird bekämpft.
Schon in den Jahren von 1825 bis 1900 hat sich die Bevölkerung in Porz auf 10.000 verdoppelt.

Einsetzende Industrialisierung
Die nördliche Rheinprovinz war die stärkste Industriezone in Deutschland, auch in Porz war die Industrie früh auf dem Vormarsch und prägt bis heute. Bahnlinien werden seit fast 150 Jahren genutzt- wie die jetzige S- Bahnstrecke Köln Hennef (1859) ebenso stehen die Bahnhöfe noch an ihrem alten Platz bzw., wurden gar nicht groß verändert.
Die zwanzig Jahre später eröffneten Strecken Mülheim-Troisdorf und Köln-Overath mit Bahnhöfen Porz und Heumar, boten den Kölner Industriebetrieben die Chance den Baubeschränkungen im Festungsbereich von Köln zu entgehen. Tatsächlich hat sich Troisdorf ebenso zu einem starken Industriestandort entwickelt. Alleine der Kölner Stadtteil Kalk war vormals drittgrößter Industriestandort Preußens. Der Ottomotor wird in Deutz erfunden, KHD wird zum Arbeitsplatz auch vieler Porzer, die teils zu Fuß sogar von Wahnheide bis Kalk zur Schicht liefen. Heute produziert KHD stark in Porz.
Mit der Errichtung der Seilerei Felten & Guilleaume in der Mitte des letzten Jahrhunderts setzte in Porz die Industrialisierung ein. Es gab neben den Glasfabriken vor allem vielfältige elektronische Industrie und Maschinenbau.
1910 wurde das Porzer Rathaus errichtet.

Der erste Weltkrieg
Zahllose Mahnmahle zeugen von den vielen toten Soldaten welche von Porz aus in den ersten Weltkrieg geschickt wurden. Die Inschriften dieser Mahle sind nicht unbedingt pazifistisch aber sie entspringen einfach dem bürgerlichen Bewusstsein jener Zeit. Die liste der Toten spricht Ihre eigene Sprache.

Weimarer Republik
Am Gremberg wurde 1919 der Verschiebebahnhof Gremberghoven und die Eisenbahnersiedlung Gremberghoven gebaut. Aus dem Lazarett in Ensen heraus wird von revolutionären Matrosen der Kölner Arbeiter – und Soldatenrat gebildet. Die revolutionären Matrosen welche den Matrosenaufstand zu Wilhelmshaven geleitet hatten werden auf dem Schießplatz Wahner Heide erschossen. Der Matrosenaufstand war Auslöser zur Gründung der Weimarer Republik, welche um ein Haar eine sozialistische geworden wäre und die Weltgeschichte hätte ändern können.
Fortan gibt es zu den Jahrestagen der Erschießung Großveranstaltungen mit einigen tausend Teilnehmern der Kommunisten in Wahnheide, sofern die Veranstaltungen nicht einmal wieder verboten wurden.
Zur letzten Demonstration zum 75 Jahrestag beteiligten sich noch einige hundert Menschen aus ganz Deutschland.
1929 entstand aus den 15 Gemeinden die Großgemeinde Porz. Auch in Porz wurden die Zeiten politisch unruhiger, es gab häufige Auseinandersetzungen zwischen den Nationalsozialisten und den Kommunisten. Freie Wahlen haben die Nazis im Rheinland nie gewonnen, das Bürgertum war recht stabil und blieb dem katholischen Zentrum treu. Citroen baut in Poll die erste Automobilfabrikation (noch vor Ford)in Köln. In Langel gibt es ein Strandbad am Rhein- in mehreren Stadtteilen gibt es Kinos, eine Bahn fährt bis zur Kaserne in Wahnheide.



Die 12 Jahre des Faschismus und der II. Weltkrieg

Unter den Nationalsozialisten verschwanden erst die politischen Gegner. Zuerst traf es natürlich die erbitternsten Gegner der Faschisten die Mitglieder der KPD, dann die Sozialdemokraten und auch das Zentrum. Traditionell waren das Zentrum und die KPD in Porz stark.
Später verschwand die gesamte Judengemeinde welche in Zündorf angesiedelt war.
Bombenschäden durch alliierte Luftangriffe galten vor allem dem Verschiebebahnhof Gremberg, Blindgänger werden allerdings noch heute in Porz gefunden.
Köln war eines der Hauptziele der Angriffe und wurde völlig zerbombt.
Nach den Porzer Antifaschisten wurden teils Straßen benannt, auch gibt es für sie am Rathaus einen Gedenkstein. Den sowjetischen Kriegsgefangenen welche die Gefangenschaft nicht überlebt haben wurde ein Ehrenmal auf dem Friedhof gesetzt. Der Friedhof der jüdischen Gemeinde Zündorf liegt verwildert in einer Waldung bei Zündorf.
1935 hat Porz schon 24.000 Einwohner.

Porz wird in der Bonner Republik Stadt:



1951 wurde die Großgemeinde Porz zur Stadt ernannt. An der nachkriegsbedingten Zuwanderung aus den ehemals deutschen Gebieten in Mitteleuropa konnte Porz stark teilhaben. Es gab Platz und Arbeit. Der Zivilflughafen wird eröffnet die zahlreichen Autobahnen werden gebaut, eine neuerliche Prägung setzt ein- Porz wird hervorragender Logistikstandort. In der Zeit der Bonner Republik wurde die SPD stärkste Partei die KPD blieb verboten. Die Zuwanderung wurde zunächst in Einfamilienhäusern und bis zu dreistöckigem Siedlungsbau kanalisiert. Später mit dem zusätzlichen Zug der Immigranten aus aller Welt wurden große Hochhaussiedlungen errichtet.

Die Stadt Porz wird ein Stadtteil von Köln
1974 wurde die Stadt Porz von Köln eingemeindet. Viele Pläne wurden nicht mehr realisiert- z.B. eine U- Bahn in Porz City. Die City selbst wurde jedoch plangemäß komplett abgebrochen und neu errichtet. Vor der Sanierung wohnten hier die Arbeiter der Fabriken von denen die meisten heute stillgelegt sind.
Heute wohnen hier knapp 110.000 Menschen, durch die Bebauung von Industriebrachen wurde weiterer Wohnraum geschaffen. Neue Gewerbegebiete wurden eröffnet und ziehen teils Betriebe aus der Kölner Innenstadt aber auch Zentralverwaltungen und Neuansiedlungen an. Somit bewahrt Porz seinen wirtschaftlich dynamischen Charakter. Im Gegensatz zu den Städten des Ruhrgebietes welche immer mehr an Bevölkerung abgeben zieht Porz weiter an. Auch für Kölner Studenten wird Porz allmählich zum attraktiven Wohnort.
Langsam beginnt Porz, geprägt durch die unterschiedliche Geschichte der alten Dörfer, die Industrialisierung und den starken Bevölkerungszuwachs sich zu konsolidieren und erkennbare städtische Strukturen herauszubilden, wenn auch nur noch als Stadtbezirk Kölns und im Schatten des Kölner Kulturlebens welches eine Entwicklung in Porz bislang eher behindert.

Bevölkerung


Aus "Zahlen-Daten-Fakten für den Stadtbezirk Köln-Porz" 2001

Aus der Geschichte insbesondere der letzten 200 Jahre können Sie erkennen, dass Sie eine Region besuchen, deren Menschen offen und bei aller auflebenden Tradition zum einen, doch fortschrittlich gesonnen sind.

Klima
Wir haben hier kein strenges Kontinentalklima sondern ein von der See her geprägtes Klima. Somit sind die Temperaturen relativ mild. Im Mikroklima hebt Porz sich etwas von Köln ab- durch den hohen Waldbestand im Osten kühlt es nachts stärker ab. Durch den großen Weisser Rheinbogen findet die Sonne oft ein Loch in der Wolkendecke – genau über Porz. Die Wolken regnen oft im Bergischen ab.
Die Luftfeuchtigkeit ist im Rheintal gespürt hoch- vor allem bei hohen Temperaturen wird es nach wenigen Tagen fast tropisch schwül. Meist regnet es dann und es frischt wieder auf. Im Prinzip stellen Sie sich auf milde Gegebenheiten ein, die Winter sind tagsüber fast frostfrei und auch oft schneefrei. Bei Schneefall ist in Köln Chaos angesagt!
Von den 4 Millionenstädten in Deutschland ist Köln klimatisch zu bevorzugen- es sei denn Sie lieben die kalten Winter in München oder Berlin bzw. den sprichwörtlichen Regen der Hansestadt Hamburg.
Jahresdurchschnittstemperatur 10 Grad (3 Grad mehr als im Bergischen, 5 Grad höher als in der Schneeeifel- beides schneereiche Gebiete)
Regenmenge im Jahr ca. 65 cm- das ist Durchschnitt in Deutschland, der Regen konzentriert sich Herbst und Frühjahr.
Der Frühling bricht relativ früh ein, dieser kommt von Südwest her den Rhein hoch.

Lage und Größe
Im Osten durch die Wahner Heide und dem Flughafen begrenzt im Westen durch den Weisser Rheinbogen, sowie zwischen den Stadtteilen Libur im Süden und Poll im Norden, liegt das Gebiet der ehemalige Stadt Porz.
Im Norden schließen sich die Kölner Stadtteile Deutz und Kalk an. Im Osten stößt der jetzige Stadtbezirk 7 (Porz/Poll) an den Rheinisch Bergischen- und den Rhein Sieg Kreis, im Süden an den Rhein-Sieg-Kreis.
1997 belegte der Stadtbezirk Porz/Poll eine Fläche von 7.887 Hektar. Davon 15% Landwirtschaft und 17% Wald.

Geologie und Morphologie
Die Braunkohle welche linksrheinisch zu großen Abbaufeldern geführt hat und auch weiterhin führt befindet sich auch unter Porzer Boden- glücklicherweise in geringeren Mengen. Ursache ist ein großer Süßwassersee, welcher sich nach dem Rückzug des Meeres bildete, hier entstanden Sumpfwälder, diese bildeten die Kohle. Sodann folgte ein Eingriff von Vater Rhein, er suchte sich neue Wege ins Meer- Ein altes Flussbett von Bonn über Troisdorf, Urbach bis zur Mündung der Wupper ist eines noch zu erkennen. Die Frankfurter Straße bewegt sich teils in dieser Linie. Im Osten folgt der Mauspfad der Trennlinie zwischen einer sandigen Mitteltrasse (Wahner Heide) und einer Niedertrasse. Diese Niedertrasse ist fruchtbar, ein fruchtbarer Lehmboden liegt über einer 20 m tiefen Kiesschicht.

** "Bilder - Quelle historisches Archiv der Stadt Porz, des Stadtbezirks Köln Porz" **

Quellen:
Das andere Köln
Unser Porz
Publikationen von „Rechtsrheinisches Köln“
und
www.porz-am-rhein.de deren frühgeschichtliche Listung wir weitgehend übernommen haben- dort finden Sie weitere Infos
 

Kontakt MedienService-Geis Friedrich-Ebert-Platz 10 51143 Köln Tel.: ++49 (0)2203 599643

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